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Entwickeln der Energie- und Klimaschutzmaßnahmen

Die Entwicklung möglicher Maßnahmen dient der Vorbereitung eines Energie- und Klimaschutzprogramms, das dann vom Gemeinderat beschlossen werden kann. Wenn bereits Ideen in der Kommune für Maßnahmen vorhanden sind, sollten diese aufgegriffen, weiterentwickelt und forciert werden.

Zur Maßnahmenentwicklung in den verschiedenen Handlungsfeldern können zum Beispiel auch Potenzialanalysen bzw. Teil(energie)konzepte beauftragt werden.

Im Grunde können zwei Maßnahmenarten auf kommunaler Ebene unterschieden werden:

1. Direkte Maßnahmen

Hier ist die Kommune aktiver Gestalter für Energieeffizienz und Klimaschutz, zum Beispiel bei ihren eigenen Gebäuden oder über Ausgestaltung von Verordnungen, Beratungsangeboten sowie Qualifizierungs- und Förderprogrammen, wodurch direkt das Handeln lokaler Akteure beeinflusst werden kann.

2. Indirekte Maßnahmen

Hier ist die Kommune Moderator und Katalysator, um bestehende Hemmnisse in der Umsetzung von Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen in anderen Sektoren zu reduzieren und abzubauen.

Maßnahmenübersicht

Bei der Aufstellung der Maßnahmenübersicht werden auch bereits vorhandene Aktionspläne oder Handlungskonzepte für Energieeffizienz und Klimaschutz ausgewertet.

So können neben völlig neuen Maßnahmenvorschlägen auch Ideen berücksichtigt werden, die schon länger im Zusammenhang mit einer umweltfreundlichen Energie- und Verkehrspolitik in der Kommune im Gespräch sind. Hier ist es das Ziel, bisherige Hemmnisse zu benennen und diese systematisch mit den Akteuren vor Ort abzubauen.

Durch die Beteiligung der relevanten Experten, Multiplikatoren, Interessenverbände, Energieversorger, Investoren und Vertreter der Stadt wird gewährleistet, dass Maßnahmen entwickelt werden, die auf die lokale Situation zugeschnitten sind und erfolgreich umgesetzt werden können.

Wichtig ist auch, dass Maßnahmen nicht isoliert betrachtet werden können, sondern Bezüge zu anderen Handlungsfeldern berücksichtigt werden müssen. Folgende Inhaltspunkte sind für die Aufstellung der Maßnahmenübersicht wichtig:

  • Kurzbeschreibung
  • Startzeitpunkt und Fertigstellung der Maßnahme
  • Wirkzeitraum
  • Einsparpotenzial
  • Initiator und einzubeziehende Akteure
  • Eventuell erste Handlungsschritte
  • Überschneidungen/Ergänzungen zu anderen Maßnahmen
  • Anschubkosten bzw. Investitionskosten der Kommune
  • Personalbedarf
  • Prioritätenvorschläge
  • Zuständigkeit für die Umsetzung

Wichtig ist, dass die erarbeiteten Maßnahmen anschaulich und verständlich dargestellt werden und in einer Kurzbeschreibung die wichtigsten Hinweise enthalten sind. Dadurch sind Prioritäten für politische Entscheidungsprozesse schnell abwägbar.

Nach der Prioritätensetzung werden die wichtigsten Maßnahmen dann im Energie- und Klimaschutzprogramm durch Beschlussfassung des Gemeinderats in die Umsetzung gebracht.

Eine Maßnahmenübersicht ist auch ein wichtiger Bestandteil kommunaler Energie- und Klimaschutzkonzepte.

Weitere Artikel zum Thema Ziele setzen:

Prioritäten setzen

Nicht alle guten Ideen für Energieeffizienz und Klimaschutz können gleichzeitig in Angriff genommen werden. Lesen Sie hier, wie Sie sinnvolle Prioritäten setzen können.

Energie- und Klimaschutzprogramm

Konkrete Ziele für die Verbesserung der kommunalen Energieeffizienz enthält das Energie- und Klimaschutzprogramm.