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  5. Energie- und Klimaschutzkoordinator in der kommunalen Verwaltung

Bausteine für die Implementierung

1. Zuordnung in der Verwaltung

Der Energie- und Klimaschutzkoordinator übernimmt die koordinierenden Tätigkeiten und arbeitet eng mit den kommunalen Fachbereichen zusammen. Am besten ist der Energie- und Klimaschutzkoordinator organisatorisch direkt der Verwaltungsspitze unterstellt oder in einem Fachbereich mit klassischen Querschnittsaufgaben wie dem Umweltbereich eingegliedert.

2. Enge Abstimmung mit den Abteilungs-Energiemanagern

Unterstützt wird der Energie- und Klimaschutzkoordinator zum Beispiel durch Energiemanager aus den Fachabteilungen. Die Energieexperten der Fachabteilungen prüfen alle abteilungsinternen Vorgänge auf ihre Energierelevanz und stimmen Entscheidungen direkt mit den Bereichsleitungen ab. Der Energie- und Klimaschutzkoordinator arbeitet eng mit den Bereichs-Energiemanagern zusammen. Zum Beispiel zweimal jährlich treffen sich die Energieexperten zum Erfahrungsaustausch im Netzwerk.

3. Der Energie- und Klimaschutzkoordinator in der kommunalen Organisationsstruktur

Der Energie- und Klimaschutzkoordinator benötigt umfassenden Zugang zu allen energierelevanten Sachverhalten der Gemeinde. Auch in die Informationswege der Verwaltung muss er einbezogen werden. Daher sollten die Kompetenzen des Energie- und Klimaschutzkoordinators und der Bereichs-Energiemanager zusätzlich in der Organisationsstruktur der Kommune definiert sein.

4. Definition der Aufgaben

Die konkreten Aufgaben und Zuständigkeiten des Energie- und Klimaschutzkoordinators und der Energiemanager werden dann in Stellenbeschreibungen festgeschrieben. Diese sollten regelmäßig im Laufe der Tätigkeit überprüft werden. So wird sichergestellt, dass die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten mit den Zielen des Opens internal link in current windowenergiepolitischen Leitbilds der Kommune übereinstimmen.

5. Kommunikationsschnittstelle

Der Energie- und Klimaschutzkoordinator ist die Kommunikationsschnittstelle innerhalb der Verwaltung und tauscht Informationen mit den betroffenen Fachbereichen aus. Er sorgt für die Akzeptanz der notwendigen Effizienzmaßnahmen in der Verwaltung und begleitet ihre Umsetzung. Der Informationsaustausch zum Thema Energieeffizienz und Klimaschutz innerhalb der Verwaltung kann zum Beispiel mit Rundschreiben, Berichten und durch regelmäßige Arbeitstreffen sichergestellt werden.

Der Energie- und Klimaschutzkoordinator hält auch Kontakt mit Akteuren außerhalb der Verwaltung, zum Beispiel mit lokalen Agenda-Gruppen, die bereits in vielen Kommunen tätig sind. Deren Mitglieder sind bereits für Klimaschutz und Energieeffizienz motiviert. Sie können kreative neue Ideen einbringen. Oft sind Agenda-Mitglieder gut mit bürgernahen Organisationen wie zum Beispiel den Kirchen, Jugendgruppen, Vereinen oder Migrantenverbänden vernetzt. Sie finden dann einen direkten Zugang zu Zielgruppen, die seitens einer Stadtverwaltung nur schwer für Energiethemen erreichbar sind.


Quelle: Fotolia