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  4. Schritt 3: Analysieren

Ausgangssituation analysieren

Die Grundvoraussetzung für eine sinnvolle Maßnahmenplanung ist die Analyse der kommunalen Ausgangssituation. Sie nimmt einige Zeit in Anspruch, ist jedoch für die richtige Prioritätensetzung und Entscheidungsfindung von zentraler Bedeutung. Das Energie- und Klimaschutzmanagement empfiehlt dafür folgendes Vorgehen:

Erster Managementzyklus (Erstdurchlauf):

1. Machen Sie eine Bestandsaufnahme

In der Bestandsaufnahme geht es zunächst darum, die energierelevanten Daten – so zum Beispiel die Energieverbräuche und –kosten, Gebäudeflächen, Anzahl der Straßenleuchten etc. – zu sammeln. Für jedes Handlungsfeld müssen die notwendigen Fakten separat zusammengetragen werden. Auch die vorhandenen Organisationsstrukturen und Entscheidungsabläufe in der Verwaltung sollten genau unter die Lupe genommen werden.

2. Bewerten Sie die Ist-Situation in den einzelnen Handlungsfeldern

Auf der Grundlage der erhobenen Daten kann die energetische Situation in den einzelnen Handlungsfeldern bewertet werden. Es gibt verschiedene Instrumente und Systeme, die diese Aufgabe erleichtern können:

3. Ermitteln Sie die Energieeinsparpotenziale

Ausgehend von den ermittelten Analysedaten können Sie jetzt eine Abschätzung der Energie- und Kosteneinsparpotenziale für die einzelnen Handlungsfelder vornehmen. Ziel ist es aufzuzeigen, was aus heutiger Sicht sowohl technisch als auch wirtschaftlich kurz, mittel- und langfristig erreichbar ist.

4. Identifizieren Sie die wichtigsten Handlungsfelder

In einer Gesamtbetrachtung können die einzelnen Handlungsfelder einander gegenüber gestellt werden. So lassen sich die Stärken und die Schwächen am besten erkennen. Eine Energiekostenaufstellung hilft in diesem Zusammenhang die größten Kostenverursacher zu erkennen, in denen voraussichtlich auch das größte Einsparpotenzial steckt.

5. Erstellen Sie den Energiebericht

Die wichtigsten Daten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse können Sie jetzt in einem Energiebericht zusammenfassen. Dieser Energiebericht ist ein zentrales Dokument im Energie- und Klimaschutzmanagement und sollte so angelegt werden, dass er in den folgenden Jahren aktualisiert werden kann.

Zweiter Managementzyklus (Zweitdurchlauf):

Bilanzieren und überprüfen:

Nach dem Durchlauf des ersten Zyklus des Energie- und Klimaschutzmanagements kann das Erreichte festgehalten und bewertet werden. Viele Energieeffizienzmaßnahmen wurden dann bereits umgesetzt und einige strukturellen Veränderungen vorgenommen.

Mit einer erneuten Analysephase kann dann der zweite Durchlauf im Rahmen des Energie- und Klimaschutzmanagements beginnen. Denn solange in einer Kommune Energie verbraucht wird, wird es auch Handlungsbedarf und Energieeinsparpotenziale geben. Die Analyse der Ausgangssituation am Anfang des zweiten Energie- und Klimaschutzmanagementzyklus ist wichtig für die Weiterentwicklung und Verbesserung der organisatorischen Strukturen und Prozesse sowie der Maßnahmen.

Folgende Schritte sind bei der Analyse des Zweitdurchlaufs empfehlenswert:

  1. Überprüfen Sie den Umsetzungsstand des Energie- und Klimaschutzprogramms
  2. Aktualisieren Sie die vorhandenen Daten
  3. Überprüfen Sie die Zielerreichung
  4. Bewerten Sie die Ergebnisse
  5. Bewerten Sie die organisatorischen Abläufe
  6. Aktualisieren Sie den Energiebericht
  7. Stellen Sie den Energiebericht im Gemeinderat vor
  8. Aktualisieren Sie etwa alle drei Jahre das Energie- und Klimaschutzprogramm

Passend zum Schritt 3: Ausgangssituation analysieren wurden praxisnahe Arbeitshilfen und Werkzeuge erstellt, um Kommunen bei der Umsetzung des Systems und der Maßnahmen zu unterstützen.

Die Werkzeuge zum Schritt 3 finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Weiterlesen Opens internal link in current windowSchritt 4: Ziele setzen