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  4. Schritt 4: Ziele setzen

Ziele setzen und Maßnahmen entwickeln

Die Analyse der Ausgangssituation ist eine gute Basis für die Formulierung messbarer Ziele in den einzelnen Handlungsfeldern. Dieser Schritt hilft der Kommune, den Erfolg der Energieeffizienz- und Klimaschutzaktivitäten später kontinuierlich zu überprüfen. Wurden Ziele festgelegt, können die Maßnahmen entwickelt und ein Energie- und Klimaschutzprogramm aufgestellt werden. So gehen Sie dabei vor:

1. Konkretisieren Sie die Ziele für die einzelnen Handlungsfelder

Im Leitbild haben Sie die langfristigen strategischen Ziele für die gesamte Kommune festgelegt. Jetzt geht es darum, davon ausgehend operative Ziele zu entwickeln, wobei man zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen unterscheiden muss. Gute operative Ziele erfüllen die sogenannten „S.M.A.R.T“-Kriterien:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Angemessen
  • Realistisch
  • Terminiert

2. Entwickeln Sie die Energie- und Klimaschutzmaßnahmen

In jedem Handlungsfeld gibt es eine große Anzahl von möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Beginnen Sie damit, alle Maßnahmen aufzuschreiben, die Ihnen einfallen. Das können sowohl neue Ideen sein, als auch bereits geplante Vorhaben. Eine Liste mit wirkungsvollen Energie- und Klimaschutzmaßnahmen in allen kommunalen Handlungsfeldern haben wir in den Werkzeugen unter Schritt 4 Opens internal link in current window hier für sie zusammengestellt.

Für die in Frage kommenden Maßnahmen sollte dann jeweils ein Maßnahmenblatt erstellt werden. Dieses Vorgehen erleichtert die Prioritätensetzung und beschleunigt politische Entscheidungsprozesse.

Folgende Punkte sollten bei der Erstellung des Maßnahmenblatts berücksichtigt werden:

  • Kurzbeschreibung
  • Startzeitpunkt und Fertigstellung der Maßnahme
  • Einsparpotenzial
  • Kosten
  • Wirtschaftlichkeit
  • Personalbedarf
  • beteiligte Akteure
  • Zuständigkeit für die Umsetzung
  • erste Handlungsschritte
  • Überschneidungen/Ergänzungen zu anderen Maßnahmen
  • Bestehende Notwendigkeiten/Dringlichkeit

3. Setzen Sie Prioritäten bei der Maßnahmenwahl

Nicht alle guten Maßnahmenideen können gleichzeitig in Angriff genommen werden. Deshalb ist es wichtig Prioritäten zu setzen. Folgende Kriterien helfen beim Vergleich der Maßnahmen:

  • Kosten für die Umsetzung
  • Energiekosteneinsparung
  • Wirtschaftlichkeit
  • CO2-Einsparung
  • Umsetzungsgeschwindigkeit
  • bestehende objektive Notwendigkeit
  • Öffentlichkeitswirkung
  • wirtschaftliche, soziale und sonstige Auswirkungen

Eine Nutzwertanalyse erleichtert die Entscheidung für konkrete Maßnahmen. Nach einer Nutzwertanalyse können die Maßnahmen entsprechend ihrer Punktzahl sortiert werden. So lässt sich auf einen Blick erkennen, mit welchen Maßnahmen die formulierten Ziele zu erreichen sind.

4. Stellen Sie das Energie- und Klimaschutzprogramm auf

Die Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen, die sich aus der Prioritätenbewertung ergeben, werden dann in einem Energie- und Klimaschutzprogramm zusammengestellt. Dieses Programm ist das maßgebliche Dokument für die Umsetzung. Es enthält neben der Auflistung der Maßnahmen auch die Zielsetzungen in den verschiedenen Handlungsfeldern. Das Energie- und Klimaschutzprogramm muss von den Entscheidungsträgern der Kommune beschlossen werden. Erst dann kann mit der konkreten Planung und Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden. Nach Möglichkeit verzahnen Sie die Beschlussfassung zum Energie- und Klimaschutzprogramm mit den Haushaltsberatungen.

Passend zum Schritt 4: "Ziele setzen und Maßnahmen entwickeln" wurden praxisnahe Arbeitshilfen und Werkzeuge erstellt, um Kommunen bei der Umsetzung des Systems und der Maßnahmen zu unterstützen.

Die Werkzeuge zum Schritt 4 finden Sie Opens internal link in current window hier.

Weiterlesen Opens internal link in current windowSchritt 5: Maßnahmen finanzieren und planen