Energieverbrauchskennwerte für kommunale Gebäude

- Verbrauchskennwert Heizenergie mit Vergleichsdaten. Quelle: ages GmbH
Durch den Vergleich eigener Daten mit Verbrauchswerten vergleichbarer Gebäude lassen sich schnell Rückschlüsse auf Einsparpotenziale ziehen. Damit wird der Energieverbrauch des kommunalen Gebäudebestandes transparent und es lassen sich leicht Prioritäten für Energieeffizienzmaßnahmen festlegen.
Im Kennwerteverfahren wird der Energieverbrauch eines Gebäudes zunächst witterungsbereinigt (Wärme) und dann auf die Fläche bezogen. Der Wert mit der Einheit [kWh je m² und Jahr] wird dann mit Gebäuden ähnlicher Ausstattung, Nutzung und Größe verglichen.
Auch bei der Erstellung von Energieverbrauchsausweisen wird diese Berechnungsmethode angewandt. Das Verfahren geht auf die VDI-Richtlinie 3807 Blatt 1 zurück.
Eine umfangreiche Sammlung von Energieverbrauchskennwerten für Nichtwohngebäude wird von der
ages Gmbh in Münster herausgegeben. Im aktuellen Bericht „Verbrauchskennwerte 2005“ wurden 25.000 Nichtwohngebäude in 45 Gebäudegruppen erfasst.
Es stehen Kennwerte für Elektroenergie, Wärme und Wasserverbrauch zur Verfügung, mit denen auf einfache Art und Weise eine erste Einordnung der eigenen Liegenschaften möglich ist.
Das Internetportal
www.kennwerte-online.de bietet zudem die Möglichkeit, die eigenen Verbrauchswerte direkt denen vergleichbarer Gebäude gegenüberzustellen. Zur Ermittlung benötigen Sie lediglich den Energieverbrauch und die Bruttogrundfläche des Gebäudes.
Als erster Anhaltswert für ein energieeffizientes Bestandsgebäude kann das UNTERE QUARTILSMITTEL der Vergleichsgruppe gelten.
Es wird in der Auflistung der ages-Vergleichswerte als dritter Listenpunkt ausgewiesen. Liegen die eigenen Werte deutlich darüber, ist eine sehr gute Chance für sinnvolle und wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen gegeben. Dann ist eine
energetische Grobanalyse oder Potenzialanalyse ein richtiger nächster Schritt.










