Thermografie –
berührungslose Temperaturmessung zur Gebäudediagnose

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Thermografie ist ein schnelles und kostengünstiges Messverfahren zur berührungslosen Temperaturmessung. Sie stellt besonders bei der Untersuchung von Gebäudehüllen und in der Elektrotechnik eine verlässliche Methode der Schadensfrüherkennung und Schadensverhütung dar.
Thermografische Aufnahmen machen Wärmestrahlung sichtbar. Auf Grundlage der physikalischen Eigenschaft, dass jeder Körper Energie in Form von Lichtwellen im Infrarotbereich abstrahlt, können Temperaturen gemessen werden. Die für das menschliche Auge unsichtbaren Wärmestrahlen werden also mithilfe einer Wärmebildkamera (Thermografiekamera) erfasst und auf einem Monitor als sichtbares Bild dargestellt: dem Thermogramm. Die Darstellung erfolgt durch unterschiedliche Färbungen der gemessenen Temperaturen. So kann auch das ungeschulte Auge warme und kalte Flächen oder Punkte am untersuchten Objekt erkennen.
Einzelne Anwendungsgebiete der Thermographie:
Gebäudethermografie
Elektrothermografie als Frühwarnsystem
Leckageortung
Gebäudediagnose – Kühldecken
Flächenheizung
Gebäudethermografie

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Mithilfe der Thermografie werden die Wärmeverluste eines Gebäudes sichtbar. Schwachstellen des Gebäudes können so geortet werden. Die Gebäudethermografie wird in der Heizperiode bei Außentemperaturen unter 5 °C durchgeführt.
Die Gebäudethermografie dient
• zur Qualitätssicherung von Baumaßnahmen
• zur Unterstützung von Energieanalysen
• zur Vorbereitung von Sanierungsmaßnahmen an Altbauten
• zur Überprüfung einzelner Baumaßnahmen
• zur Unterstützung von Bauabnahmen bei Neubauten
Gutachten sowie eine Bewertung der Schwachstellen werden in einem ausführlichen Messbericht mit fotografischen und thermografischen Darstellungen angefertigt.
Das ausführende Unternehmen sollte über eine Zertifizierung nach DIN EN 473 verfügen.
Elektrothermografie als Frühwarnsystem

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Die Infrarot-Thermografie dient der vorbeugenden Instandhaltung von elektrischen Schaltanlagen. Sie ist die ideale Methode, um verborgene elektrische Fehlerquellen im laufenden Betrieb ausfindig zu machen.
Etwa 35 Prozent der industriellen Brandschäden werden durch elektrische Mängel ausgelöst. Die Thermografie deckt korrodierte elektrische Verbindungen, überlastete Leitungen, defekte Relais oder schadhafte Sicherungen auf.
Leckageortung

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In Fußböden oder Wänden verlegte Heizungsleitungen können nicht nur geortet werden, sondern bei defekten Verbindungen oder Haarrissen ist auch die Ortung einer unsichtbaren Leckage möglich.
Zur Ortung der Leckagen müssen die Leitungen durchflossen sein. Je höher die Temperatur des Wassers, desto höher ist die Chance, die Leckage zu entdecken. Die undichte Stelle verrät sich schnell durch einen warmen Spot. Auch Leckagen an kalten Wasserleitungen lassen sich durch einen vorherigen Umschluss auf Warmwasser orten. Vor einer Thermografiemessung zur Leckageortung sollte eine Druckprobe gemacht werden.
Gebäudediagnose - Kühldecken

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Es kommt oft vor, dass Kühldecken auf ihre Wirksamkeit, Funktion und richtige Verlegung mittels Infrarotkamera untersucht werden müssen.
Ohne die Decke öffnen zu müssen, zeichnen sich im Infrarotbild deutlich die einzelnen Elemente der Kühldecke ab. Leicht werden einzelne Elemente aufgespürt, in denen sich noch Luft befindet. Oft wird ein Funktionsnachweis mittels Thermografie bereits bei Ausschreibungen von Bauvorhaben vorgesehen. Die Kühldecken müssen im Untersuchungszeitraum in Betrieb sein. Die Temperaturdifferenz zwischen Innenraum und dem Kühlmittel muss mindestens 2 °C betragen.
Flächenheizung

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Heizungen in Fußböden oder Wänden wärmen gleichmäßig und bei niedrigsten Vorlauftemperaturen. Die Vorteile: wohlige Wärme, kein verschwelter Staub, angenehmes Wärmestrahlungsklima.
Mit Thermografie sieht man die Heizschlangen in Boden oder Wand sofort und deutlich. So können nachträgliche Bohrungen gesetzt werden, ohne die Rohrleitungen zu beschädigen. Heizflächen können schnell ermittelt und die installierte Heizleistung kann überprüft werden. Nicht oder weniger durchflossene Heizkreise werden geortet. Schon bei der Bauabnahme kann die Thermografie die Funktionsprüfung einer Fußbodenheizung übernehmen. Nicht immer ist ein Verlegeplan der Heizflächen vorhanden oder der Plan stimmt nicht mit der wirklichen Verlegung überein. Eine undichte Stelle verrät sich schnell durch einen warmen Spot (siehe
Leckageortung).










