Effiziente Gebäudetechnik
Nicht nur die Gebäudehülle, auch die Effizienz der eingebauten Technik ist für den Energieverbrauch eines Gebäudes maßgeblich.
In kommunalen Liegenschaften haben oftmals Raumheizung, Lüftung und Beleuchtung den größten Anteil daran. Aber auch in anderen Bereichen sind häufig große Einsparpotenziale verborgen. Dazu gehört beispielsweise die Warmwasserbereitung.
Lesen Sie mehr zu typischen technischen Energieeffizienzmaßnahmen in den einzelnen Gewerken der Gebäudetechnik.
Heizung

- Heizkörper
Wer die Heizungstechnik eines Gebäudes erneuert, hat im Idealfall immer das gesamte Wärmeversorgungssystem im Blick. Wie viel Wärmeenergie benötigt wird, hängt neben der Art der Erzeugung großenteils auch von der Wärmeverteilung ab. In kommunalen Gebäuden sind oftmals Einsparungen von 30 Prozent und mehr möglich.
Auch elektrische Energie wird für die Wärmeversorgung benötigt, beispielsweise für die Umwälzpumpen in den Heizkreisen. Durch die Optimierung des Heizsystems lässt sich auch in diesem Bereich sparen.
Eine optimale Wärmeversorgungsanlage
- ist effizient in der Energiewandlung (hat also einen hohen Kesselwirkungsgrad)
- verteilt die Wärme bedarfsangepasst und hydraulisch optimiert im Gebäude
- regelt Vor- und Rücklauftemperaturen und die Raumtemperaturen optimal
- reduziert Wärmeverluste beim Transport der Wärme.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, kommen folgende Effizienzmaßnahmen in Frage:
Beleuchtung

- Präsenzmelder
Die meiste Elektroenergie wird in Gebäuden, die nicht Wohnzwecken dienen, für die Beleuchtung verbraucht. In einigen Bürogebäuden kann sie bis zu einem Drittel des Gesamtstromverbrauchs ausmachen.
Moderne Beleuchtungstechnik hilft hier, Energie zu sparen. Wird die vorhandene Beleuchtungsanlage optimiert, kann in Nichtwohngebäuden, je nach Ausstattung und Nutzung der Anlage, der Energiebedarf für Beleuchtung um 30 bis 50 Prozent gesenkt werden – in Ausnahmefällen sogar um bis zu 75 Prozent.
Für kommunale Gebäude kommen einige typische Maßnahmen in Frage:
Regelungstechnik und Gebäudeautomation

- Regelungstechnik
Die Gebäudeautomation ist das zentrale System, mit dem die Gebäudetechnik gesteuert, geregelt und überwacht wird.
Mit ihr werden zum Beispiel die Sollwerte der Raumtemperatur, die Schaltzeiten der Beleuchtungsanlage oder die Leistungsstufen der Lüftungsanlagen eingestellt. Somit hat die Regelungstechnik für den energieeffizienten Anlagenbetrieb zentrale Bedeutung. Im Einzelnen bieten sich folgende Optionen:
Lüftungs- und Klimaanlagen

- Lüftungsanlage
Viele Lüftungs- und Klimaanlagen verbrauchen zu viel Energie, weil sie sich nicht an die aktuellen Anforderungen anpassen. Eine Anlage, die ständig mehr leistet als erforderlich, verursacht unnötige Kosten.
Auch wer nicht grundlegend sanieren möchte, kann bei Bestandsanlagen die Energiekosten deutlich senken: durch die Einstellung auf den tatsächlichen Bedarf und durch Systemanpassungen. Dazu sollten alte, ineffiziente Komponenten ersetzt werden. Es lohnt sich also, gerade bei anstehenden Instandhaltungen, ältere Anlagen gründlich unter die Lupe zu nehmen.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt seit 2007 vor, dass Lüftungsanlagen mit einer Kühlleistung von mehr als 12 kW (ca. 4.000 m³/h Volumenstrom) einer energetischen Inspektion unterzogen werden müssen.
Lüftungs- und Klimaanlagen verursachen hohe Investitions- und Betriebskosten. Daher sollte immer genau untersucht werden, wann ihr Betrieb notwendig und sinnvoll ist. Dies empfiehlt auch der Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen (AMEV). Passive Sonnenschutzmaßnahmen, wie etwa ein außen liegender Sonnenschutz, haben beispielsweise immer Vorrang vor einer aktiven Kühlung.
Energieeffizienzmaßnahmen im Bereich der Lüftungstechnik sind unter anderem:
Betriebsparameter an den tatsächlichen Bedarf anpassen
Energieeffizienz optimieren
Ventilatoren tauschen
Wärmerückgewinnung
Freie Kühlung
nach oben Warmwasserbereitung
Der Energiebedarf für die Warmwasserbereitung wird oft unterschätzt: Bei zentralen Warmwassersystemen liegt der anlagentechnische Wirkungsgrad erfahrungsgemäß nur bei etwa 25 Prozent.
In öffentlichen Gebäuden sollte daher immer hinterfragt werden, ob Warmwasserzapfstellen wirklich notwendig sind.








Beleuchtungssysteme
