Energielastmanagement zur Leistungsspitzenvermeidung
Mit einem Energielastmanagement lassen sich Leistungsspitzen verringern: Sobald ein eingestellter Maximalwert überschritten wird, reduziert das System die Leistung geeigneter Verbraucher. Außerdem kann es energieintensive Prozesse kurzfristig ausschalten, und zwar nach einer Prioritätenliste, die auf den Nutzer abgestimmt ist.
Damit lassen sich die Kosten für den Elektroenergiebezug reduzieren. Diese setzen sich – außer bei sehr kleinen Gebäuden – aus einem Arbeitspreis je Kilowattstunde (Euro/kWh) und einem Leistungspreis je Kilowatt (Euro/kW) zusammen.
Der Leistungspreis wird, je nach Versorgervertrag, monatlich oder sogar jährlich ermittelt. Dabei zählt für die Abrechnung zum Beispiel der höchste Wert, der in einem 15-Minuten-Zeitfenster als Mittelwert aufgetreten ist. Hohe Lastspitzen, die entstehen, wenn viele Anlagen gleichzeitig eingeschaltet sind, treiben die Energiekosten also unnötig in die Höhe.
Das Energielastmanagement kann beispielsweise in Kantinen dafür sorgen, dass elektrisch betriebene Kochkessel, Spülmaschinen und Kühlgeräte zeitversetzt arbeiten: So verhindert es den gleichzeitigen Leistungsbezug aller Geräte, ohne dass dies im Betrieb spürbar wird.
Lüftungsanlagen mit geringer Priorität können außerdem kurzzeitig eine Stufe kleiner oder auch abgeschaltet werden. Mit Frequenzumrichtern lassen sie sich sogar stufenlos drosseln.

Energie- und Klimaschutzmanagemen





