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Ertüchtigung von Bestandsfenstern

Oft können Fenster aus Kosten- oder Denkmalschutzgründen nicht ausgetauscht werden. Dann ist die energieeffiziente Ertüchtigung der Bestandsfenster eine Alternative.

Insbesondere Kastendoppelfenster lassen sich durch eine Aufarbeitung auf gute Wärmedurchgangswerte von Uw = 1,5 bis 1,9 W/(m²•K) bringen. Dabei werden alle Rahmenteile überprüft und teilweise erneuert. Man kann die Falze der Rahmen und Flügel tischlermäßig überarbeiten und im inneren Fensterflügel Gummilippendichtungen einfräsen. Bei den Innenfenstern lässt sich auch die alte Einfachscheibe gegen eine neue Isolierverglasung austauschen.

Bei erhaltenswerten Einfachfenstern ist es daher günstig, im Bereich der Innendämmung ein zusätzliches Isolierglasfenster einzubauen. Das spart Kosten und begünstigt den Verlauf der Isothermen. Bei sorgfältiger Planung erreicht man so einen guten U-Wert der gesamten Konstruktion.

Wichtig ist immer, die Abdichtungen dicht an die vorhandenen Fenster anzuschließen: innen die Luftdichtung bzw. die Dampfsperre und die Außenwanddämmung, außen die Schlagregen- und Winddichtung.

Die Sanierung kann im Unterschied zum Fensteraustausch ohne größere Beeinträchtigung der Nutzer erfolgen. Darin liegt ein wesentlicher Vorteil.