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Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke

Eine Dämmung des Dachs lässt sich bei vielen Dachkonstruktionen mit relativ wenig Aufwand realisieren.

Bei Flachdächern wird die Dämmung in der Regel von außen aufgebracht und fest mit der Dachhaut verbunden. Besteht ein Hohlraum zwischen oberster Geschossdecke und Dach, kann dort eine zusätzliche Dämmschicht eingebracht werden.

Dachschrägen kann man entweder von innen zwischen den Sparren oder von außen (Aufsparrendämmung) mit einer Dämmschicht versehen. In der Regel reicht die Sparrenhöhe nicht aus, um die notwendige Dämmstärke einzubauen. Daher sollte zusätzlich zu der Zwischensparrendämmung eine Auf- oder Untersparrendämmung eingebracht werden. Welche der Lösungen sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Situation ab.

Wird das Dachgeschoss nicht genutzt, so ist eine Dämmung der obersten Geschossdecke die technisch einfachste und wirtschaftlichste Lösung: Dann kann der Dachboden belüftet bleiben und die Dachhaut muss nicht angetastet werden, sofern sie noch intakt ist.

Um dem EnEV-Standard zu genügen, ist mindestens eine Dämmschicht von 16 cm der Klasse WLG 035 erforderlich. Allerdings lassen sich gerade auf der obersten Geschossdecke höhere Dämmstärken von 26 cm bis über 30 cm kostengünstig und einfach einbauen.

Für eine Dachdämmung kommen verschiedene Materialien zum Einsatz:

  • Hartschaum-Dämmplatten (Polystyrol oder Polyurethan)
  • Mineralfaser-Dämmstoff (Glas- oder Steinwolle)
  • Holzweichfaser-Dämmplatten, Mineralschaum- und Calciumsilikatplatten
  • Dämmplatten oder gerollte Bahnen aus Hartschaum, Mineralfasern oder organischen Materialien (zum Beispiel Holzweichfaserplatten, Baumwolle, Schafschurwolle).

Schütt- oder Faserdämmstoffe (etwa Zellulosefasern, Blähton, Glas- oder Steinwolle) sind teilweise auch zum Einlassen in die Hohlräume zwischen den Deckenbalken geeignet. Wichtig ist, die vorhandene Konstruktion auf Luftdichtigkeit von unten aus den beheizten Räumen zu prüfen. Um zu verhindern, dass Raumluftfeuchte in die Dämmschicht gelangt und Bauschäden entstehen, sollte eine Dampfsperre – luftdicht verklebt – unter der Dämmlage auf der obersten Geschossdecke verlegt werden. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass ein Fachmann die Arbeiten sorgfältig ausführt.