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Energiespar-Contracting

Mit Garantie gespart

Das Energiespar-Contracting ist ein wichtiges und erprobtes Modell zur Energieeffizienzsteigerung in öffentlichen Liegenschaften. Es ermöglicht große Einsparungen – auch ohne zusätzliche Investitionen aus dem öffentlichen Haushalt. Ein privates Unternehmen (der sogenannte Contractor) plant, finanziert und realisiert Energiesparmaßnahmen.

Die Investitionen refinanzieren sich aus den eingesparten Energiekosten der kommenden Jahre. Die Kommune profitiert, denn sie ist ab dem ersten Jahr an der Einsparung beteiligt. Der private Partner trägt das technische und wirtschaftliche Risiko für die Maßnahmen: Er gibt über den gesamten Vertragszeitraum für etwa sieben bis zwölf Jahre eine Garantie für den Einsparerfolg – und damit die Effizienz der Maßnahmen.

Neben der Umsetzung übernimmt der Contractor auch die Wartung und Instandhaltung der neu eingebauten Bauteile und Anlagen und das kontinuierliche Energiecontrolling für das Gebäude. 

Maßnahmen im Energiespar-Contracting

Da sich die Maßnahmen über die Vertragslaufzeit refinanzieren müssen, werden Maßnahmen mit besonders hoher Wirtschaftlichkeit umgesetzt. Das beste Konzept wird über eine Ausschreibung in einem Bieterwettbewerb ermittelt. Besonders wirtschaftliche Maßnahmen sind in der Regel vor allem im Bereich der Anlagentechnik zu finden: Unwirtschaftliche Heizungs- und Lüftungsanlagen in Schulen, aber auch ineffiziente Beleuchtung oder fehlende Regelungstechnik in Rathäusern und Sporthallen sind keine Seltenheit. Contractoren sind darauf spezialisiert, hier mit viel Know-how und Erfahrung zu optimieren. Die Energiesparmaßnahmen können sowohl auf der Erzeuger- als auch auf der Verbraucherseite umgesetzt werden.

Die dena hat zahlreiche Bundesliegenschaften bei der Umsetzung von Energiespar-Contracting unterstützt. Dabei konnten die Energiekosten um durchschnittlich 38 Prozent gesenkt werden.&nb

Geeignete Liegenschaften für Energiespar-Contracting

Für Energiespar-Contracting sind größere Liegenschaften wie etwa Schulen und Verwaltungsgebäude besser geeignet als beispielsweise einzelne Kindertagesstätten. Eine gewisse Größe und ein gewisses Einsparpotenzial sind notwendig. Erster Anhaltspunkt sind die Energiekosten des Gebäudes. Besonders gut geeignet sind Gebäude mit Energiekosten ab etwa 200.000 Euro pro Jahr. Aber auch kleinere Liegenschaften, die in Kommunen häufiger anzutreffen sind, können für Energiespar-Contracting in Frage kommen: Für eine Ausschreibung können sogenannte „Liegenschaftspools“ aus mehreren Gebäuden gebildet werden, um attraktive Angebote zu erhalten.

Kompetenzzentrum Contracting

Umfangreiche Informationen, Arbeitshilfen und eine Contracting-Hotline bietet Ihnen das Kompetenzzentrum Contracting für öffentliche Gebäude mit Sitz bei der dena: www.kompetenzzentrum-contracting.de