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Qualitätssicherung

Bei der Bauausführung ist eine gute Qualitätssicherung ausschlaggebend dafür, ob die geplanten Energieeinsparungen auch in der Praxis nach der Sanierung eintreten und damit die Betriebskosten langfristig entlasten können. Daher sollten folgende Qualitätssicherungsmaßnahmen bei jedem Bauvorhaben durchgeführt werden:

Prüfung der Luftdichtigkeit (Blower-Door-Test)

Foto: Blower-Door-Test

Die praktische Überprüfung der Luftdichtigkeit eines Gebäudes erfolgt mit dem sogenannten Blower-Door-Test (Luftdichtigkeitstest).

Dieser Test sollte zweimal gemacht werden: während der Baumaßnahmen nach Herstellen der luftdichten Schicht, damit die Baufirmen bei Bedarf gleich nachbessern können, und das zweite Mal nach Gesamtfertigstellung, damit die Fehler der Ausbaugewerke innerhalb der Gewährleistungszeit nachgebessert werden können.

Für die Überprüfung der Luftdichtigkeit nach EnEV und DIN 4108-7:2001-08 muss die luftdichte Schicht innerhalb der thermischen Gebäudehülle fertiggestellt sein. Der Blower-Door-Test ist ein Differenzdruckverfahren. Die Volumenströme von zwei Messreihen aus Unter- und Überdruck werden auf das Luftvolumen des beheizten Gebäudes und eine Druckdifferenz von 50 Pa bezogen. Daraus wird ein Mittelwert n50 gebildet, der den Mindestanforderungen der EnEV an n50 gegenübergestellt wird.

Die Blower-Door-Messung ohne und mit Infrarot-Thermografie eignet sich auch gut zur Ortung von Leckagen. Die Leckagen können durch Nebelgeneratoren oder Windgeschwindigkeitsmessgeräte aufgespürt und abgedichtet werden.

Anwendung der Infrarot-Technik

Beispiel-Thermogramm: Infrarot-Technik
  • Ortung energetischer Schwachstellen
  • Überprüfung der Qualität und Wirksamkeit wärmetechnischer Sanierungen
  • Zusammen mit dem Blower-Door-Test (Luftdichtigkeitsprüfung) zur Visualisierung von Undichtheiten der Gebäudehülle
Beispiel-Thermogramm: Infrarot-Technik

Fachunternehmererklärungen

Nach der Sanierung sollte die Vorlage der entsprechenden Fachunternehmererklärungen mit der Dokumentation von den Baufirmen angefordert werden, in der dokumentiert wird, welche Bauprodukte auch tatsächlich eingebaut wurden.

Energie-Monitoring – Gebäudeleittechnik (GLT)

Zur Überwachung der Energieverbräuche nach der Sanierung ist der Einbau einer automatischen Datenerfassung sehr empfehlenswert.

So eine Gebäudeleittechnik (GLT) kostet nur einmal Geld, die manuelle Erfassung der Verbräuche kostet regelmäßige Arbeitszeit. Außerdem sind so genauer und zuverlässiger mehr Daten zu bekommen und die Ungenauigkeit des „Faktors Mensch“ ist auszuschließen. Bei regelmäßiger Auswertung der Daten können Mehrverbräuche raum- und zeitgenau ermittelt und kurzfristig Maßnahmen zur Verbrauchssenkung getroffen werden.

Mit der Überwachung der Energieverbräuche im Energie-Monitoring beziehungsweise Energie-Controlling schließt sich der Kreis des Energie- und Klimaschutzmanagements und ein neuer Zyklus kann beginnen.