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08.11.2018: Amt Hohe Elbgeest als dena-Energieeffizienz-Kommune zertifiziert

Quelle: EKSH/Henrik Matzen

Amtsverwaltung für systematisches Klimaschutz-Engagement beim Treffen der Energie- und Klimaschutz-Koordinatoren in Rendsburg ausgezeichnet.

Für ihre erfolgreiche Anwendung des Energie- und Klimaschutzmanagements (EKM) ist das Amt Hohe Elbgeest von der Deutschen Energie-Agentur (dena) als Energieeffizienz-Kommune zertifiziert worden. Nach der Stadt Schenefeld, dem Kreis Steinburg und der Gemeinde Ratekau ist das Amt Hohe Elbgeest der vierte Ort in Schleswig-Holstein, der diese Auszeichnung erhalten hat.

Ebenso wie die Gemeinde Ratekau hat das Amt Hohe Elbgeest an einer Seminarreihe zum EKM teilgenommen, die die Deutsche Energie-Agentur (dena) im Auftrag der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein (EKSH) und der Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) veranstaltet hat. Der stellvertretende Amtsdirektor Hans-Ulrich Jahn erhielt eine Plakette sowie eine Urkunde beim Nachtreffen und Erfahrungsaustausch zur weiteren EKM-Umsetzung der Teilnehmer der Seminarreihe. Bundesweit gibt es damit jetzt insgesamt fünfzehn Kreise, Ämter, Städte und Gemeinden, die von der dena als Energieeffizienz-Kommunen zertifiziert wurden.

Über die Einführung des Managementsystems hinaus müssen die zertifizierten Energieeffizienz-Kommunen auch konkrete Energieeffizienzmaßnahmen umsetzen. So will das Amt Hohe Elbgeest unter anderem einen Teil der Grundschule in Wohltorf energetisch sanieren, ein Energiecontrolling und -management für die eigenen Liegenschaften umfassender umsetzen und ein nachhaltiges Mobilitätskonzept in Kooperation mit weiteren Kommunen im Kreis Herzogtum Lauenburg erstellen.

„Das dena-Managementsystem hilft Kommunen, systematisch Energie und Kosten zu sparen und gleichzeitig den Klimaschutz zu unterstützen. Das Amt Hohe Elbgeest mit seinen zehn amtsangehörigen Gemeinden organisiert damit seine Klimaschutzaktivitäten effizient und ist dabei zugleich ein Vorbild für ihre eigenen Bürger, aber auch für andere Städte und Gemeinden.“ sagte Michael Müller, Teamleiter im dena-Projekt Energieeffiziente Kommune.

Stefan Sievers, Geschäftsführer der EKSH sagte: „Wir freuen uns sehr, dass das Amt Hohe Elbgeest als weiterer Teilnehmer der EKM-Seminarreihe von der Wissensvermittlung und auch vom gegenseitigen Austausch profitiert hat und nun ebenfalls zertifiziert wurde. Gutes Energiemanagement zeigt gutes Verwaltungshandeln in Kommunen und hilft Einsparmöglichkeiten und wirtschaftliche Chancen zu erkennen. Mit unserer EnergieOlympiade belohnen wir Schleswig-Holsteins Kommunen zusätzlich für herausragende Projekte. Der Countdown läuft: Bis 1. Dezember können noch Beiträge bei uns eingereicht werden.“

„Die Energiewende wird allzu oft nur auf die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien reduziert“, sagte Jörg Rudat aus der Geschäftsentwicklung bei HanseWerk. „Das Thema Energieeffizienz bietet gerade Kommunen die Chance, beim Klimaschutz voranzugehen und gleichzeitig Geld zu sparen. Als großes Energieunternehmen unterstützen wir große und kleine Kommunen gerne dabei, Effizienzpotenziale zu heben. Wir freuen uns, dass sich das Amt Hohe Elbgeest zertifiziert hat und hoffen auf viele weitere Kommunen, die das Thema Energieeffizienz anpacken wollen.“

Energie- und Klimaschutzmanagement und Zertifizierung als dena-Energieeffizienz-Kommune

Das von der dena entwickelte Energie und Klimaschutzmanagement steht allen Kommunen zur eigenen Nutzung zur Verfügung. In einer Seminarreihe mit zehn Terminen zwischen Oktober 2016 und März 2018 haben kommunale Vertreter die Grundlagen für das EKM gelegt und sich dabei intensiv untereinander ausgetauscht. Die dena hat vergleichbare Seminarreihen bereits in mehreren Bundesländern erfolgreich durchgeführt. 70 Kommunen wenden deutschlandweit das dena-Energie- und Klimaschutzmanagement an, 15 Orte sind bislang als dena-Energieeffizienz-Kommune zertifiziert.

Eine Kommune kann sich als dena-Energieeffizienz-Kommune zertifizieren lassen, wenn sie alle Schritte im Energie- und Klimaschutzmanagement umgesetzt hat. Dazu gehören das Schaffen von Organisationsstrukturen, der Beschluss eines Leitbilds, die Analyse der Ausgangssituation, das Entwickeln sowie Finanzieren und Planen von Maßnahmen sowie deren Umsetzung. Der systematische Ansatz stellt sicher, dass die energetischen Schwachstellen bei Gebäuden, bei der Stromnutzung, im Verkehrsbereich und im Energiesystem aufgedeckt und entsprechend verbessert werden können. In der Regel können Kommunen mit einem Energie- und Klimaschutzmanagement zehn bis 15 Prozent Energie einsparen.

Die Zertifizierung belegt, dass die Kommune das Energie- und Klimaschutzmanagement der dena erfolgreich anwendet und dient damit der Qualitätssicherung. Logo, Schild und Urkunde für die dena-Energieeffizienz-Kommune machen das Engagement nach außen sichtbar. Nähere Informationen zum Energie- und Klimaschutzmanagement der dena unter Öffnet internen Link im aktuellen Fensterwww.energieeffiziente-kommune.de