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"Erdgas und Biomethan im künftigen Kraftstoffmix."
Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)

erdgas-mobil.de
Fahrzeuge mit Erdgasantrieb, Fördermöglichkeiten und Kostenrechner finden Sie auf dem Online-Portal von "erdgas mobil"

Erdgas fahren

Angesichts der Herausforderungen beim Klima- und Ressourcenschutz im Verkehr wird auch für Fahrzeuge der öffentlichen Hand die Entwicklung und Anwendung alternativer Antriebe und Kraftstoffe immer intensiver vorangetrieben. Doch nach wie vor sind Optionen wie Wasserstoff und Brennstoffzelle nur in Testfahrzeugen unterwegs, gleiches gilt für die batteriebetriebene Elektromobilität. Zwar führen einzelne Regionen Modellvorhaben durch, von einer Verfügbarkeit der Fahrzeuge auf dem Markt zu vertretbaren Kosten ist allerdings noch nicht die Rede. Im Gegensatz dazu sind Fahrzeuge mit Erdgasantrieb verfügbar und erprobt. Das zeigt auch die von der dena erstellte Studie „Erdgas und Biomethan im künftigen Kraftstoffmix“.

Fahrzeuge mit Erdgasantrieb

Pkw, Nutzfahrzeuge und Busse mit Erdgasantrieb tragen zur Bewältigung der drängendsten Herausforderungen im städtischen Verkehr bei: Klimaschutz, Lärmminderung und Luftreinhaltung, aber auch die Senkung der Kraftstoffkosten für die kommunale Flotte.

Innerhalb der Gruppe der fossilen Kraftstoffe hat Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas) das größte Potenzial zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Im Vergleich zu Benzin können die Emissionen von Kohlendioxid um bis zu 24 Prozent gesenkt werden. Beim Einsatz von reinem Biomethan aus Reststoffen kann sich der Ausstoß um bis zu 97 Prozent verringern. Die Gaswirtschaft strebt in den nächsten zehn Jahren eine Beimischung von 20 Prozent Biomethan ins Erdgasnetz an. Bei Verwendung dieses Mix verringern sich die CO2 Emissionen um fast 40 Prozent verglichen mit einem Benzinfahrzeug.

Ebenfalls bei Emission von Lärm und Luftschadstoffen zeigen Erdgasfahrzeuge deutliche Vorteile. Damit kommen sie auch den Anforderungen der EU-Richtlinie 2009/33/EG zur Förderung energieeffizienter und sauberer Fahrzeuge entgegen. Diese sieht vor, bei öffentlichen Ausschreibungen ab Dezember 2010 alle anfallenden Energie- und Umweltauswirkungen von Fahrzeugen über deren gesamte Lebensdauer zu berücksichtigen.

Im Rahmen der öffentlichen Beschaffung besteht grundsätzlich die Möglichkeit, energieeffiziente Produkte zu bevorzugen. Entscheidend für die inhaltliche Ausgestaltung der Ausschreibungen ist ein politischer Beschluss. Dann können Kriterien wie z. B. die Einhaltung von Umweltstandards über das gesetzliche Maß hinaus Bestandteil der Leistungsbeschreibung werden. So hat etwa die Stadt Freiburg im Jahr 2007 die möglichst rasche und weitgehende Umstellung auf Fahrzeuge mit Erdgasantrieb festgeschrieben. Entsprechend wurden die Ausschreibungskriterien um die Bewertung der Lebenszykluskosten einschließlich der Umweltaspekte ergänzt. Im Ergebnis wurden mehr als zwei Drittel der Fahrzeuge als Erdgasfahrzeuge beschafft. CO2-basiserte Leasingverfahren erlauben hier eine stete Reduktion der CO2-Emissionen des Fuhrparks.

Einige Bundesländer, aber auch Energieversorger unterstützen die öffentliche Hand bei der Anschaffung von Erdgasfahrzeugen. In Berlin z. B. wurden Erdgasfahrzeuge der Berliner Stadtreinigung im Rahmen der EU-Strukturförderung mit dem Umweltentlastungsprogramm UEP Berlin gefördert.

Einen Überblick über verfügbare Erdgasfahrzeuge, Fördermaßnahmen sowie Hinweise zu Ansprechpartnern bietet www.erdgas-mobil.de. Die dena-Studie finden Sie hier.