26. - 27.11.2019

Klimawandelfolgen in Deutschland – Bereit zu handeln für bessere Vorsorge

Der Fokus des Dialogs liegt auf guten Praxisbeispielen für die Vorsorge und Anpassung an Klimawandelfolgen durch Bund, Länder, Kommunen und nicht-staatliche Akteuren und stellt ausgewählte Ergebnisse des Monitoringberichtes 2019 zur Deutschen Anpassungsstrategie vor.

Hitze und Trockenheit in den letzten beiden Sommern, verheerende Starkregen im Jahr 2017 – der Klimawandel ist in Deutschland spürbar. Zu den Folgen zählten im Jahr 2018 etwa 1.200 hitzebedingte Sterbefälle allein in Berlin und Hessen, bereitgestellte Dürrehilfen von Bund und Ländern für die Landwirtschaft in Höhe von 340 Millionen Euro, versicherte Schäden an Häusern, Gewerbe- und Industriebetrieben durch Stürme, Hagel und Starkregen von 2,6 Milliarden Euro. Allein diese ersten Anzeichen für die Folgen des Klimawandels unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf im Klimaschutz. Die Proteste von Fridays for Future machen diesen Handlungsbedarf auch auf den Straßen lautstark deutlich.

Gleichzeitig erhöht sich auch in der Klimawandelanpassung der Handlungsdruck. Aktuelle beobachtete Daten des zweiten Monitoringberichts zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) belegen, dass der Klimawandel, seine Wirkungen und dadurch ausgelöste Schäden in Deutschland deutlich ansteigen. Der Bericht zeigt auch die Vorsorgeanstrengungen des Bundes gegenüber den steigenden Risiken.

Der zweite Monitoringbericht zur DAS wird am 26.11.2019 von der Interministerielle Arbeitsgruppe Anpassungsstrategie (IMAA) der Bundesregierung veröffentlicht. Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidentin des Umweltbundesamtes Maria Krautzberger stellen auf dem Nationalen Dialog erstmals ausgewählte Ergebnisse des Monitoringberichts 2019 der Öffentlichkeit vor.

Aus diesem Anlass laden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und das Umweltbundesamt zum zweitägigen Nationalen Dialog „Klimawandelfolgen in Deutschland – Bereit zu handeln für bessere Vorsorge“ nach Berlin. Wir wollen mit allen Akteuren auf der Ebene von Bund, Ländern, Kommunen und mit nicht-staatlichen Akteuren einschließlich der Zivilgesellschaft den erreichten Stand, die Handlungserfordernisse und die Perspektiven der Klimawandelanpassung diskutieren. Denn bei Akteuren aus Kommunalpolitik und -verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Bürgerinnen und Bürgern steigt zwar das Bewusstsein für die Folgen des Klimawandels. Insgesamt werden aber noch zu wenige Vorsorge- und Anpassungsmaßnahmen umgesetzt. Wie kann sich das ändern? Und wie können Bund und Länder die Handlungskompetenzen der Akteure noch besser fördern?

Ziel des Dialogs ist es daher, gute Beispiele aus der Praxis für erfolgreiches Handeln aufzuzeigen und zu erörtern, wie staatliche und private Aktivitäten weiter verstärkt werden können. Auf dieser Basis sollen Vorschläge für eine weitere Stärkung und Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel diskutiert werden.

Weiterführende Informationen zur Dialogveranstaltung sowie das Programm finden Sie hier.